Donnerstag, 3. August 2017

2017 Irontrail - T133 - Ein Familienausflug

Irontrail - T133
133 Kilometer und 6'960 Höhenmetern

Video

3d Video


Die Hauptprobe, ein 50 Kilometer Nachtlauf oberhalb des Sarner See, wurde zum Fiasko. Meine Tochter Aselia und ich konnten schon bald nichts mehr essen. Bei eingeschalteter Stirnlampe machten uns Falter das Leben schwer und wir kamen nur sehr schleppend vorwärts. Ein Lauf, der uns überhaupt keine Freude bereitete.

Ich machte mir keine Illusionen. Wieso sollte es über einen doppelt so langen Lauf besser laufen? Mein Ziel war es, meinen Schwiegersohn, Fabian, ins Ziel zu bringen, damit er die Punkte für die UTMB Anmeldung bekommt. Ich sah Aselia und mich als Supporter, die ihn so lange wie möglich begleiten wollten.

Als die Tochter aber erwähnte, dass sie unbedingt finishen möchte, damit sie das nächste Jahr ruhiger angehen könne, wurde der Druck auf uns noch grösser.

Im Zug nach St. Moritz trafen wir einen weiteren Läufer, Hansueli



In St. Moritz trafen wir Hansjörg, den ich von anderen Läufen her kenne. Er war am Start, zusammen mit Hansruedi, dem ältesten Teilnehmer.

Die Namens Verwirrung mit so vielen Hanses war komplett.

Mit einem Paukenschlag sollte der Start erfolgen. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Wir waren tatsächlich in einem Parkhaus. Im Gebäude drinnen roch man die Abgase, weiter vorn beim Ausgang zog es und war kalt.
Irgendwie ging die Zeit vorbei und wir starteten nicht via Seestrasse, wir mussten die Treppen hoch in die Einkaufsstrassen von St. Moritz.



St. Moritz – Maloja / 25 km – 975 Höhenmeter

Wir liefen um 22 Uhr los und schon bald ging es hinauf. Wir waren so ziemlich am Schluss des Feldes.




Irgendwann in der Dunkelheit trafen wir auf andere Läufer, die keine Markierung mehr fanden. Wir liefen zielstrebig weiter und nahmen sie mit und liessen sie schon bald wieder an uns vorbeiziehen.

Als es wieder hinunterging, erkannte ich den Weg vom letzten Jahr. Wir waren jetzt auf dem gleichen Weg unterwegs wie die vom T214. Bis zum Schluss führten nun beide Wettkämpfe auf der gleichen Strecke bis nach Davos. 

Zum Glück waren wir zu dritt, ansonsten wäre es eine einsame Geschichte geworden.

Wir liefen jetzt dem See entlang nach Maloja, der ersten Verpflegungsstation. Die Veranstalter hatten nur noch fünf eingerichtet. Fünf weitere wurden nicht mehr aufgeführt (Alp Flix, Tiefencastel, Hörnli, Medergen, Jaz).

Ich hatte mich nach Maloja quälen müssen, ich fühlte mich nicht wohl. Ein wenig schwindlig. Meiner Tochter ging es noch schlechter, sie konnte nichts essen und legte sich im Ruheraum hin.



Fabian und ich schauten uns an. Müssen wir schon so früh nur noch zu zweit weiter?

Sie kam nach zehn Minuten zurück, setzte sich hin und begann zu essen. Sie zwang sich dazu.
Ich ass soviel, wie noch nie. Am Eiger war meine Taktik mit nur Wasser und Gels nicht aufgegangen. Hier wollte ich auf normales Essen zurückgreifen.

Hansruedi war unterkühlt, er hatte es beim Laufen nicht bemerkt und daher zu wenig angezogen. Jetzt sass er in Maloja in Decken eingehüllt mit einer Körpertemperatur von 34 Grad. Er musste aufgeben.

Hansueli war vor uns angekommen und wie ich der Rangliste entnehme, lief auch er in Maloja nicht mehr weiter. Was vernünftig war, hatte er sich doch Tage zuvor eine Erkältung zugezogen.

Maloja – Bivio / 18 km – 1'271 Höhenmeter

Meiner Tochter ging es nun besser, nicht gut, aber es reichte, zum weiterlaufen. Es ging jetzt steil hinauf. 





Jetzt war ich es, der den beiden nicht mehr folgen konnte. Ich hatte keine Kraft, mir war schwindlig, wahrscheinlich hatte ich zuviel im Magen, und ich machte schon Überlegungen, die Sportart zu wechseln. Wieso nicht Golfen? So viel teurer kann das nicht sein, wenn man es mit Trailrunning vergleicht und die Kosten für solche Läufe mit Übernachtungen miteinbezieht.





Beim Lunghinsee war ich am Ende meiner Kräfte. 

Doch auf Gels zurückgreifen? Ich nahm einen und lief mit den anderen los. Jetzt hellte sich alles auf, es wurde Tag, das brachte Kraft zurück und der Gel wirkte Wunder.



Ich war glücklich und zufrieden, ich hatte Energie und keinen Schwindel mehr.

Mit niemanden hätte ich jetzt tauschen wollen, unterwegs in der Bergwelt des Engadins bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Aselia hatte sich inzwischen ebenfalls erholt und wir liefen frohen Mutes Richtung Bivio.







Von hinten kam Max, ein schneller T214 Läufer, der Probleme mit
der Nahrungszufuhr hatte (wie so viele) und in Maloja 6 (sechs!) Stunden geschlafen hatte und darum am Schluss des T214 lief. In der nächsten Kurve musste er schon wieder wegtreten.






Ich wusste, dass die Strecke gegenüber dem Vorjahr geändert wurde, ein neuer Berg kam dazu, Forcellina mit Blick ins Averstal auf Juf. Wir kamen extrem langsam vorwärts, der Weg war sehr technisch.

In Bivio fühlte ich mich gut, nur freute ich mich gar nicht auf die Strecke bis Savognin. Ich wusste, die hört nie auf.
Ich ass Gels und wenig Banane, dazu ein paar Bissen Schokokuchen. Aber immer noch kein Cola.




Max traf nun ein und wusste nicht mehr weiter. Ich empfahl im Salztabletten von Sponser, die ich alle ein oder zwei Stunden eingenommen hatte. Ich gab ihm vier Stück und er zog los.

Bivio – Savognin / 22 km – 819 Höhenmeter

Wir waren jetzt guten Mutes, fühlten uns aber immer noch nicht sonderlich gut. Aselia und ich wollten es jedoch bis Savognin schaffen. Wenigstens das. Sich durchkämpfen bis zur Hälfte der Strecke.
Krisen kommen und gehen, manchmal bleiben sie sehr lange. Wenn man genug Willen aufbringt, kann man fast alle überwinden. Dazu braucht man aber Gels (in meinem Fall) oder Cola (für Aselia).

Es ging wieder mal steil hinauf, was ich liebe, wenn ich bei Kräften bin. Und ich war es.




Hier ein Bild vom Tracker

Wir hatten jetzt auch Wolken, die die Sonne abdeckten, es waren optimale Bedingungen. Die Wege waren meist trocken. Unsere Stimmung war gut, es ging nochmals hinauf zum Kanonenpass, dann hinunter zur Alp Flix.
Von da sind es nur 10 Kilometer, es geht hinab, da rechnest du mit 60-90 Minuten.

In den Bergen verrechnest du dich oft, die Wanderzeit war auch mit über drei Stunden angeschrieben. Der Weg war oft technisch, wo an ein zügiges Vorwärtskommen nicht zu denken war.

Gut hatte es einen Brunnen auf der Alp Flix, wir hätten sonst zu wenig zu trinken gehabt. Bei diesem Wetter hätte dort ein VP hingehört.




Wir holten Hansjörg vor Savognin ein und liefen durch Savognin, immer Schatten suchend, zum Verpflegungsposten.





Dort hatten wir unsere Utensilien hinschicken lassen. Ich wechselte die Stirnlampe, nahm die Neo Lupine, und lud meine Uhr, Garmin 935, die beste, die es gibt, auf. Dann die Batterie wechseln im Fotoapparat und jetzt hätte ich etwas essen können. 

Wenn ich nur Hunger gehabt hätte. Ich hatte einen leeren Magen, aber keine Lust irgendwas zu essen. Ich zwang mich, ein wenig Schokokuchen zu nehmen, dazu Gels. Neu haben sie Vollkorn-Teigwaren (Ur-Dinkel) angeboten. Ich weiss nicht, ob das eine gute Idee ist.



Max war auch in Savognin, die Salztabletten hatten genützt. Da er keine vom Arzt bekam, gab ich ihm noch aus meinem Vorrat und den Rest des Rennens lief er wie ein Spitzen-Läufer.

Hansjörg verliess Savognin vor uns, Aselia legte sich noch auf den Boden, ihre Auslegeordnung beanspruchte den halben Saal. Es sah wieder mal kritisch aus. Ich liess mich noch verarzten, hatte doch irgendein fliegendes Vieh mich durch die Hose gestochen, ein Teil des Stachels war noch drin und tat bei jedem Schritt weh.

Ob das ein Grund ist, dass Rennen aufgeben zu müssen? Die gute Samariterin verneinte.

So ging es weiter, Aselia hatte sich inzwischen einiger massen erholt.

Savognin – Lenzerheide / 
24 km – 1'002 Höhenmeter

Bis nach Tiefencastel blieb es hell. Bis dorthin zieht es sich und gefühlsmässig geht es 10 Kilometer hinauf und 1 Kilometer steil nach unten.
Unterwegs trafen wir noch Carmela, die uns gerne bewirtet hätte in ihrem Ferienhaus, doch wir waren froh um nur ein kühles Glas Wasser.



Mit der Nacht kamen auch die Wolken und es begann schon eindrücklich mit Wetterleuchten. Wir trafen einen einsamen Läufer aus Japan, dessen Englisch leider recht unverständlich war. Wir zogen unsere Regenjacken an. Zum Glück hatten wir in Savognin auf die gehört, die sagten, dass Regen kommen werde. 





Zum Glück blieb es jedoch warm trotz Regen, nur die Blitze und der Donner beunruhigten uns. Es ging nun steil hinauf nach Lantsch, dann der Strasse entlang nach Lenzerheide, 





dann in den Wald, dann rund um Lenzerheide in Uhrzeigerrichtung, dann das ganze nochmals in der Gegenrichtung.
Wenigstens so fühlte es sich an. Die Orientierung fiel nun schwer und es dauerte ewig bis zum Verpflegungsposten.




Dort trafen wir Hansjörg, der mit uns weiterzog. Aselia liess noch ihre Blasen am Fuss behandeln und ich legte mich kurz auf eine Matratze.
Als ich die Augen schloss, kamen Bilder, die ich nicht kontrollieren konnte. Ich versuchte, anderes abzurufen, aber es gelang mir nicht. Ich sah gerahmte Bilder von Design Gegenständen wie Föhn, Kleiderständer, Wasserkaraffen, die an mir vorbeizogen. 
Bei allen Bilder hatte es französische Erklärungen unten dran. Die Bilder zogen sehr zügig von rechts nach links an mir vorbei. Es war unheimlich.
Ich stand bald wieder auf.




Mit allem nötigen ausgerüstet, ging es weiter auf die Monsteretappe

Lenzerheide – Arosa / 
21 km – 1'546 Höhenmeter

Die Krisen holten uns bald wieder ein, was kein Wunder war, mussten wir doch gleich steil hinauf  und das um zwei Uhr in der Nacht.
Fabian übernahm die Führung und wir, Aselia, Hansjörg und ich, stapften hinterher. Einfach im Trott bleiben, gar nicht gross studieren, den Abstand zum Vordermann halten und Schritt für Schritt nach oben. Mittelstation als Zwischenziel, nicht daran denken, dass es noch weiter hinauf geht.

Aselia hatte Mühe, sie lief nach einer kurzen Pause sehr langsam los nach der Mittelstation, Fabian blieb bei ihr. Ich lief mit Hansjörg und bald hatten wir die beiden hinter uns gelassen und sahen nur noch die Lichter ihrer Stirnlampen.
Weiter unten kamen weitere Läufer, ich verlor den Überblick mit den Lichtern, verabschiedete mich von Hansjörg und lief zurück, Aselia und Fabian entgegen.

Ich musste gar nicht weit laufen, sie kamen mir schon bald entgegen. Aselia hatte sich auf wundersame Weise erholt, nahm Fabian in den Schlepptau und stapfte dem Urdenfürggli entgegen. Ich verlor schnell den Anschluss und musste sie ziehen lassen.



Als ich zum Urdenfürggli kam tagte es und die beiden waren bereits weitergezogen. Das Morgenrot war zu sehen. Es passte.

Nun hinunter und kurz hinauf zum Hörnli. Unterwegs kam ich ins Gespräch mit Markus, der Probleme hatte mit einer Blase. Ich bot ihm meine Compeed an und er nahm dankend an. So verarztete ich ihn mit zwei kleinen Pflastern. 



Plötzlich hiess es, wir müssten den Weg verlassen und weiter nach unten laufen. Ich fluchte über Tuffli, was hat er sich hier wieder einfallen lassen. Aber es war eine Vorsichtsmassnahme, auf dem ursprünglichen Weg hatte es Steinschlag.

Zum Glück war der Umweg nur von kurzer Dauer und bald kamen wir auf’s Hörnli. Da war ja früher ein Verpflegungsposten, doch im offiziellen Programm war er gestrichen worden.

Wir gross war meine Freude, als ein Helfer uns den Weg in die gemütliche Stube der Hörnli Bahn zeigte, wo meine Tochter und all die anderen mir bekannten Läufer hockten bei Kaffee und Kuchen.

Sollten wir uns bereits am bevorstehenden Finish freuen oder war es zu früh? Würden wir die Trailgötter provozieren mit zu frühem Jubel?

Noch zwei Steigungen: vom Hörnli hinunter und hinauf zum Weisshorn. Danach von Jatz noch hinauf auf den Strelapass.
Und der endlos Weg von Arosa nach Medergen

Auf dem Weg zum Weisshorn musste ich die beiden Jungen wieder ziehen lassen, ja ich musste sogar mal abhocken und durchschnaufen.





Von unten kam mir ein Läufer entgegen, Michael, und als er bei mir vorbeikam, hängte ich mich an ihn ran und beide kämpften wir uns hoch bis zum Weisshorn.




Dort hockten Aselia und Fabian am Boden, Fabian im Halbschlaf. Ich hockte zu ihnen hin, liess Michael ziehen und genoss den Ausblick, das warme Wetter, die Ruhe, die Möglichkeit, dass wir tatsächlich alle drei finishen könnten und es gab wieder Gel und Wasser.

Fabian zog los, er hatte Schmerzen am Knie und wollte langsam hinunter. Als nächstes zog Aselia los. Ich blieb liegen. Jetzt nur nicht einschlafen. Süsser Schlaf.

Irgendwann holte ich Aselia ein, beide schlossen wir zu Fabian auf




und und wir kamen unten in Arosa an.

Die befindet sich in einer Zivilschutzanlage hinter zehn Betontüren, alle zwanzig Zentimeter dick. Einer der sichersten Orte der Welt.



Es gab wenig Pasta, wieder ein paar Bissen Schokokuchen, Gel und Wasser. Als wir rauslaufen kommt uns Andreas Tuffli entgegen, der im Heli angekommen war, um die Läufer vom D21 auf die Reise von Arosa nach Davos zu schicken. Auf die Strecke, die auch wir noch zurücklegen mussten.

Arosa – Davos / 21 km – 1'072 Höhenmeter

Wir, Aselia, Fabian, Michael und ich, zogen los, kurz bevor der D21 startete. Die ersten Läufer holten uns auf der Downhill Strecke vor dem Stausee ein.

Und wie die da herunterbolzten. Unglaublich, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hätte dem Schauspiel gern noch länger zugeschaut, doch wir wollten weiter. Wer weiss, wie viel Zeit wir noch brauchen würden. Laut Plan müsste es vorig reichen, doch es kann noch immer so viel geschehen auf den letzten 20 Kilometern.

Ich kannte die Strecke und wusste daher, dass es meist hinaufgeht und dass Medergen nie kommt. Endlos ist der Weg. Die vielen Läufer brachten Abwechslung in unseren Marsch Richtung Davos.


Wenn hier jemand ein Gesicht erkennen will, muss er zuerst zwei Nächte lang nicht schlafen und in dieser Zeit den Puls hochhalten.




Auch in Medergen stand ein für uns nicht offizieller Verpflegungsposten, der mehr als willkommen war.




Da hinten ist der Strelapass, die letzte Hürde!



Wir schafften es nach Jatz und liefen hinauf zum Restaurant, ich war im Gespräch mit Michael und ja, wir waren alles andere als zügig unterwegs, als mich ein Mann ansprach:

«Es sind noch zwei Stunden hinauf zum Strelapass, wenn ihr so weiterläuft»

Und auf meine Frage, wieviel wir für die Strecke vom Strela hinunter benötigen würden, meinte er, nochmals zwei Stunden.

Es war jetzt nachmittag um zwei. Um sechs war Schluss, das hiess, wir hätten nur noch die von ihm angedrohten vier Stunden

Panik ergriff mich, sollte es uns in letzter Minute noch entgleiten?

Wir machten eine kurze Pause beim Restaurant, tranken und assen, der Magen war leer, aber wenn er leer ist, wird mir wenigstens nicht schwindlig. Nur noch das nötigste rein stopfen.

Es gab ein Murren, aber ich wollte den Sack zumachen. Ich befahl ihnen, sich hinter mir einzureihen, nicht mehr zu reden und in meinem Tempo hoch zu laufen. Sie zweifelten zu Recht an meinen Berechnungen, doch mir war es ernst. So liefen wir hoch bis zur Brücke, wo der letzte Anstieg beginnt.

Ich gönnte ihnen eine kurze Pause, bat dann Fabian den Lead zu übernehmen und er lief mit Aselia los. Ich mit Michael hinterher. Wir beide waren jedoch langsamer als die beiden jungen Kücken.



Ein letztes Mal einfach nur laufen, nicht nachdenken, nicht auf die Uhr schauen, die die Höhenmeter nur zehnfach verzögert angibt im Vergleich zum Bauchgefühl.

Wir hatten mit einer Bruthitze gerechnet, der Trailgott hatte jedoch ein Einsehen und deckte die Sonne mit Wolken ab.

Strelapass. Irgendwann war die Idee entstanden, dort oben ein Glacé zu essen. Als wir jetzt alle oben standen, wollten wir nur noch runter.

Solange es Trail hatte, rannten wir hinunter. 





Ab der Strasse oberhalb der Schatzalp liefen wir nur noch, die Fuss-Sohlen brannten. Jetzt nur noch geniessen. Wir hatten noch genügend Zeit. Die Berechnungen des guten Mannes von Jatz waren komplett übertrieben.


Wir waren jetzt vor dem Touchdown in Davos. Noch immer hatte es D21 Läufer um uns. Deshalb wollte ich eine Lücke suchen, die uns ein alleiniges Laufen über die Ziellinie sichern sollte. Michael war bereits im Ziel, und nach einigem Warten vor dem Stadion (und einigem Kopfschütteln von Aselia und Fabian) liefen wir alleine zu dritt ins Stadion.





Es war, als hätte sich ganz Davos versammelt, es war ein triumphaler Einzug, die Nackenhaare stellten sich auf, der Speaker empfing uns und sprach was von Familie, T133 und er sagte auch noch was von, wir seien Finisher.



Finisher!!

Ich kann es heute noch nicht glauben, dass wir es geschafft haben. Wir hatten uns trotz allen Körpersignalen durchgesetzt und den Körper gezwungen, bis zum Ziel durchzuhalten.

Wir waren über 42 Stunden unterwegs ohne Schlaf und ohne die nötigen Kalorien zu uns zu nehmen.
Wir hatten Schmerzen, wir hatten Halluzinationen, wir hatten Blasen, wir hatten Hunger, wir hatten Durst, wir hatten gelitten. Von diesen 42 Stunden waren etwa 5 Stunden die Hölle, sieben Stunden waren schwierig und die restlichen 25 bis 30 Stunden waren eine gefreute Sache.

Wir freuten uns an der Natur, an den Tieren, an den Bergen, den Pflanzen, wir freuten uns am herrlichen Wetter, wie geschaffen für Trailrunner, den herrlichen Trails, wir freuten uns an Gleichgesinnten, an Leidensgenossen, an Freudensgenossen und an der eigenen Leistung.

Wir freuten uns an der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Helfer, die uns während der langen Zeit unterstützten.



Von 128 gestarteten Läufern kamen 77 ins Ziel (60%).










Mittwoch, 19. Juli 2017

2017 Eiger Ultra Trail - 101 Kilometer - 6700 Höhenmeter



youtube video




Bis zum Bieler hatte sich der mittlere Gesässmuskel (gluteus medius) wieder entspannt. Nach dem Bieler meldete sich der Hüftbeugermuskel (psoas major), auch mit einer Verspannung. Ich verkleinerte das Trainingspensum und an keinem Trainingslauf war ich schmerzfrei. 

Der Physio Therapeut setzte die schmerzhafteste Methode ein, die ich kenne, Dry Needling. Läuft weit weg, wenn euer Physio Therapeut mit sowas kommt. Fünf Zentimeter lange, feine Nadeln werden in den Muskel gesteckt.

Zwei Wochen vor dem Eiger ging ich trainingshalber nur noch aufs Velo.

Mein Neffe, Adrian, wollte mit mir laufen und er stellte sich eine Zeit von 20 Stunden vor. Ich korrigierte die Erwartungen auf 22 Stunden. Dazu kam Marc aus Stuttgart, den ich von zwei Irontrail Läufen kenne und der in Biel 20 Kilometer lang mit uns lief.

Er wollte den Eiger langsamer angehen.


Samstag, 02:30 Uhr
Haferflocken und Rosinen in Wasser aufgelöst, dazu eine Banane.



Samstag, 04:10 Uhr
Wir laufen vom Hotel zum Start, geben das Gepäck ab für Burglauenen und stehen ein



Samstag, 04:30 Uhr

Wir laufen los, nach 100 Metern fällt mir die Sonnencreme aus dem Rucksack auf den Boden. Ohne bin ich aufgeschmissen, ich muss zurück, ich versuch so gut wie möglich den mir entgegen laufenden Teilnehmern auszuweichen, um die Tube wieder vom Boden aufzulesen. Danach ist Adrian verschwunden.

Ich muss Gas geben und finde ihn nach einem kurzen Sprint. Das fängt ja schon gut an.

Samstag, 05:30 Uhr

Meditativ laufen wir als Tatzelwurm Richtung Grosse Scheidegg.





Es wird schon bald hell und oben auf der Strasse ist ein Hirte mit seinen Geissen ebenfalls auf dem Weg nach oben. Die Geissen scheren nun aber aus und laufen uns Läufern nach, was dem Hirten gar nicht passt. Der Border Collie gibt sich bellend alle Mühe, doch es sind zu viele Geissen, die schon auf dem falschen Weg neben uns her trotten.





Samstag, 06:20 Uhr

Der erste Verpflegungsposten auf der grossen Scheidegg. Der Wind bläst uns um die Ohren, es ist bitterkalt, Jacke anziehen und nur schnell weg von hier.

Noch immer begleiten uns die Geissen. Was nicht immer lustig ist. Bei engen Brücken drängen sie und stürzen über Felsen nach vorn, um vor uns über die Brücke laufen zu können.

Samstag, 06:55 Uhr
Es geht runter nach Bort, die erste Prüfung für unsere Oberschenkelmuskeln.

Samstag, 07:25 Uhr

Sim überholt uns, ein Kanadier, der in Genf lebt und den ich schon öfters an Läufen angetroffen habe.
Ich laufe noch immer mit Adrian, das Tempo ist zügig. Wir treffen Johann, einen Schweizer, der vor 30 Jahren als Bauer nach Tasmanien ausgewandert ist und Ferien macht in der Schweiz. Und warum nicht noch einen Ultra laufen?



Samstag, 08:45 Uhr
Wir laufen über den Skywalk zum Verpflegungsposten auf dem First. Noch fühlen wir uns gut, die Schmerzen im Hüftbeuger sind verschwunden, warum auch immer.



(Eventuell lag es an diesem Sprung für den Fotografen,
zuerst tat der Hüftbeuger nach dem Sprung noch mehr weh, nach
einer halben Stunde war der Schmerz weg)

Samstag, 09:45 Uhr
Wir stärken uns vor dem Aufstieg aufs Faulhorn, ich dränge auf einen kurzen Aufenthalt. Es läuft so gut, das will ich ausnützen. Vor der Verpflegungsstation Feld liefen wir letztes Jahr in langsamen Kolonnen, ein Überholen war nicht möglich, jetzt da wir weiter vorn im Läuferfeld sind, ist das Tempo auch zügiger. Herrlich.


Samstag, 10:00 Uhr
Jetzt ist meine Frau gestartet, sie läuft den E16 und wird am Abend im Festzelt aushelfen. Leider sind die Chancen minim, dass wir ins Ziel kommen, während sie noch aushilft bis Mitternacht.

Samstag, 11:00 Uhr
Nach einem gut stündigen Aufstieg müssen wir auf dem Faulhorn auch nicht anstehen wie letztes Jahr. Ich hatte meine Salztabletten verloren, Adrian half mir aus. Nach kurzem Aufenthalt machen wir uns auf auf die nie endende Strecke nach der Schynigen Platte.

Samstag, 13:00 Uhr
Fast zwei Stunden brauchen wir für die 10 Kilometer. Keine Ahnung wieso. Klar hat es technische Passagen, aber es läuft flow mässig richtig gut. Und kein Schnee in diesem Jahr, ja nicht mal nass ist die Strecke. Trotz Regen am Freitag.





Samstag, 14:40 Uhr
Wir benötigen 9 Stunden 30 Minuten für die ersten 50 Kilometer. Vielversprechend.

Auf dem Weg hinunter zum tiefsten Punkt nach Burglauenen treffen wir Martin Hochuli, der in seinem tollen Blog ausführlich über seine Abenteuer berichtet und seinen Weg zu seinem 2. UTMB am 1.September 2017.






In Burglauenen lassen wir uns Zeit. Adrian wird von seiner Freundin, Claudia, bedient, für mich spielt Felix, ein bewährter Laufpartner vom Irontrail, den Laufburschen. Es gibt Wassermelonen und Kartoffeln. Für Cola sei es noch zu früh, meint Claudia. Marc sei kurz vor Burglauenen, das erstaunt uns, ist er damit doch recht schnell unterwegs.


Christian fehlt. Plan war, dass er uns hinauf bis nach Wengen begleitet. Wo ist Christian? 
Letztes Jahr war ich erst kurz vor 17 Uhr in Burglauenen. 
Christian hat wohl mein Whatsapp für einen Scherz gehalten, dass wir bereits um 14.30 Uhr ankommen.
So laufen wir los ohne Christian.

Samstag, 17:00 Uhr
Irgendwann muss die Krise ja kommen und sie trifft mich härter als Adrian. Der Aufstieg nach Wengen wird zur Geduldsprobe. Wengen kommt nie. Bis hierhin war ich im Trail-Himmel, die Bedingungen waren optimal, ich fühlte mich gut und stark, die Strecke war traumhaft schön, es war himmlisch. Ich konnte juchzen vor Freude.


Und jetzt die Krise. Ich nehme beim Aufstieg das erste Mal Cola, zusammen mit Salzstängel. Das bewährte Mittel vom Bieler. Es nützt auch hier, wenn auch nicht so stark.

In Wengen leg ich mich bei der Sanität kurz hin. Ich kann noch essen, das macht Mut.



Wir laufen los, eine knappe Stunde lang geht das gut, danach kommt der Schwindel. Schnell einen Schluck Cola. Es hilft aber nicht mehr. Ich kämpfe mich die restlichen 400 Höhenmeter nach oben. Adrian kommt zügiger voran. Ich bemühe mich. Und wie immer in solchen Momenten denk ich mir, dass ich das falsche Hobby gewählt habe. Wieso nicht golfen, wieso nicht fischen? Und warum nicht den 51er? Wieso muss es immer das Maximum sein?

Nach dem Lauf kenn ich die Antwort und freu mich bereits auf die nächste Plackerei. Was kann uns in unserem sonst wohlbehüteten Leben eine solche Befriedigung geben wie ein Finish bei einem eigentlich wahnsinnigen und oft aussichtslosen Projekt wie dem 101er in Grindelwald?

Samstag, 19:00 Uhr
So früh war ich noch nie auf dem Männlichen. Drei Stunden vor Streckenschluss. Aber ich fühl mich elendiglich wie in all den Vorjahren.

Viermal gestartet, dreimal gefinisht, aber auch dreimal auf der Liege gelandet auf dem Männlichen.

Ich leg mich bei der Sanität wieder auf ein Bett. Dem Arzt schildere ich, wie mir schwindlig ist und nichts mehr essen kann. Aber ich wolle nur eine halbe Stunde abliegen und dann weiter laufen.

«Wenn der Körper nein sagt, dann sagt er nein» und der Arzt lässt die Instrumente für eine Infusion kommen.

Damit wär ich definitiv aus dem Rennen. Ich wehre mich, er soll mir 20 Minuten geben. Der Arzt sagt, dass er mich auch ohne Infusion aus dem Rennen nehmen kann. Ich finde mich schon so halb damit ab, das ist höhere Macht. Das kann und muss ich akzeptieren.




Marc ist inzwischen angekommen, er ist stark unterwegs und ich bitte Adrian, mit ihm weiterzuziehen. Mein Schicksal sei zu ungewiss. Schweren Herzens verabschiedet er sich.

Jetzt kommt mir der Trail-Gott zu Hilfe, bei der ich einen speziellen Platz haben muss in ihrem Herzen. Sie schickt mir den Kardiologen, Max, mit dem ich am Irontrail gelaufen bin. Der war gestürzt und will sich auf dem Männlichen verarzten lassen. Ich spreche ihn an und überrede den Arzt vom Männlichen, mich mit dem Kardiologen ziehen zu lassen. Auf diesen Deal lässt er sich glücklicherweise ein.







Samstag, 23:00 Uhr
Auf der kleinen Scheidegg muss ich mich wieder hinlegen. Ich hatte seit Burglauenen nichts gescheites mehr essen können, mir kommt gleich ein Würgereflex. Mir fehlt die Energie. Hinlegen und abwarten.
Die Ärztin und ihr Team auf der kleinen Scheidegg sind grossartig, sie haben viel Verständnis und lassen mich machen. Ich bekomme Motilium für den Magen und überwinde mich, Nuss-Stängeli und Salzstängeli mit Cola herunterzuspülen.



Ich muss Max ziehen lassen und finde mich schon damit ab, es wenigsten bis zur kleinen Scheidegg geschafft zu haben.

Da kommt mir zum zweiten Mal in diesem Lauf der Trail-Gott zu Hilfe.

Am Freitag vor dem Lauf sprach uns ein Ehepaar an, weil sie mich erkannten von den YouTube Videos. Die Frau, Irene, sieht mich in der Sanität und als später Clive zum Verpflegungsposten kommt, den sie ebenfalls aus meinen Videos kannte, geht sie auf ihn zu und sagt ihm, dass ich hinten in der Sanität liege.
Clive kommt daraufhin zu mir und begrüsst mich. Ich bitte ihn, bevor er loslaufen wird, nochmals bei mir vorbeizukommen. Entgegen aller Vernunft stehe ich auf und mache mich bereit. Beim Herauslaufen mit Clive sehe ich Sim, der aber nicht mitkommen will, weil er erst gerade angekommen sei.

Bei den ersten Schritten draussen fühl ich mich so elend, dass ich Clive sage, dass ich zurückkehren muss.

Da kommen vier, fünf Romands lautstark und ausgelassen daher und die haben so eine gute Stimmung und laufen Clive hinterher, dass mich das beim Zurücklaufen zum Verpflegungsposten wie in einem Sog mitnimmt und ich Clive nach vorne rufe, dass ich doch mitkomme.

Es geht leicht nach unten, da kann ich mich zusätzlich erholen und als es wieder hinaufgeht bis zur Station Eigergletscher, zum Teil auf der Moräne, fühl ich mich wieder einigermassen ok.

Da beginnt jedoch die Leidenszeit von Clive. Er hat Mühe mit den Höhenmetern, kommt vorwärts wie ein Mount Everest Besteiger auf den letzten Metern. Er habe seit Burglauenen nichts mehr essen können. Er ist besorgt, wegen den Schlusszeiten. Doch da kann ich ihn beruhigen. Wir hätten Zeit genug.

Wie zwei Zombies bewegen wir uns durch die Nacht.

Sonntag, 01:50 Uhr
Auf dem Eiger Trail, sobald es bergab geht, sind wir wieder schnell unterwegs, wir überholen nur. Keine Ahnung woher die Kraft gekommen ist. Jetzt geniesse ich es. In Alpiglen gibt es Cola und Bouillons, bei allem anderen verweigert sich der Körper.



Nach Alpiglen ist es jedoch vorbei. Wir haben keine Kraft mehr in den Muskeln, wir können nicht mehr bremsen. Zum Glück ist es dunkel und es sieht uns kaum jemand beim gestabigen Herunterlaufen.

Unten vor dem Marmorbruch erzählen sie was von 70 Höhenmetern bis zum nächsten Verpflegungsposten. Das muss der Nettowert sein, wir laufen sicher 300 Höhenmeter hinauf und 230 wieder hinunter.

Verlass dich nie auf Einheimische, die haben ganz andere Vorstellungen von Raum und Zeit!

Hier verliere ich den Anschluss, Clive läuft den Romands hinterher, die wir immer wieder angetroffen haben. Ich mag nicht mehr und der Verpflegungsposten will und will nicht kommen.



Sonntag, 03:20 Uhr
Wir sind am Marmorbruch und müssen nur noch hinauf auf die Pfingstegg. Ist einfach gesagt, sie beruhigen uns, es seien nur noch 300 Höhenmeter. Das hört sich nach wenig an, nach allem was wir gemacht haben, doch es sind mitunter die steilsten Höhenmeter.

Sonntag, 04:20 Uhr
Wir sind platt. Null Energie. Null Lust. Null Kraft in den Beinen. Dafür ist der Schwindel schon seit Stunden verschwunden, hat aber einem Gefühl Platz gemacht, dass nicht viel besser ist. Eine Mischung aus Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Unlust und Leere. Gut bin ich mit Clive unterwegs, wir geben uns gegenseitig Mut.

Sonntag, 05:45 Uhr
Wir brauchen eine halbe Stunde länger nach unten als all die anderen. Wir können noch immer kaum bremsen mit unseren Beinen auf den steilen Wegen nach unten.





Vor dem Ziel treffen wir noch auf Thomas Traub, den wir bereits auf der Strecke angetroffen hatten, bevor es runtergeht nach Bort, und der ein Fan meiner Videos ist. Seine Frau hat ihn, soviel ich verstanden habe, durch die ganze Nacht begleitet ab dem Männlichen. Es war auch eine lange Nacht für die beiden.

Vor dem Finish überlassen wir den beiden den Vortritt, geben meiner Frau Zeit, damit sie unseren Zieleinlauf filmen kann. Wir schauen vom Holzgerüst hinunter, endlich sicher, es zu schaffen.

Nach unglaublich langen 25 Stunden und 15 Minuten laufen wir gemeinsam über die Ziellinie.



Sim kommt als letzter gewerteter Läufer kurz nach uns ins Ziel.

"Why pay 175 Swiss Francs and finish in 11 hours, when you can enjoy the ride as long as 26 hours?"



Hier ein Vergleich der mir bekannten Läufer mit dem Sieger. Dieser benötigte nur an zwei Teilstrecken mehr als eine Stunde.
Ich bei 10 Teilstrecken und bei 4 Teilstrecken sogar mehr als zwei Stunden.



Sieger Adrian Stefan Marc Max Clive Richard Sim
h min h min h min h min h min h min h min h min
Bort 1 45 2 55 2 42 3 2 2 54 3 19 2 55 2 57
First 42 1 22 1 10 1 16 1 20 1 22 1 18 1 18
Feld 37 59 1 3 1 7 1 8 1 12 1 2 1 11
Faulhorn 42 1 14 1 22 1 29 1 27 1 35 1 16 1 31
Schynige Platte 58 1 51 1 48 2 3 1 50 2 18 1 51 2 6
Burglauenen 55 1 38 1 29 1 50 1 40 1 49 1 39 1 43
Wengen 1 4 2 39 2 14 2 17 2 53 2 27 2 34 2 42
Männlichen 57 1 55 1 49 1 47 1 58 1 57 2 1 2 14
Rost 19 1 8 48 45 1 6 40 1 40 1 14
Lauberhorn 14 24 24 26 26 32 26 34
Kl.Scheidegg 30 47 53 58 1 3 1 18 1 3 1 16
Eigergletscher 31 60 1 17 1 4 1 22 1 33 2 16 1 38
Alpiglen 32 50 1 11 1 18 1 7 1 10 1 10 1 46
Marmorbruch 35 1 10 1 21 1 29 1 20 1 39 1 40 1 51
Pfingstegg 20 33 46 42 41 1 59 49
Ziel 19 40 45 50 41 1 16 1 16 52
2 540 11 605 13 482 15 443 15 476 18 427 18 426 17 522
Total 11:01 21:05 21:10 22:32 23:04 25:15 25:15 25:47


Herzlichen Dank an Adrian, Max, Clive und all die anderen Verrückten.

Herzlichsten Dank allen Helfern und Organisatoren.

Die nächsten Abenteuer:

28. Juli 2017:             Irontrail T133 von St.Moritz nach Davos
01. September 2017: UTMB